| Ein Floß für die Kanuten |
| Thursday, 25 June 2009 12:01 |
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Darauf haben sie sich lange vorbereitet, haben sich aus einer langen Liste von Teilnehmerländern ihre Nation ausgesucht, haben in der Kita über Kanufahren gesprochen, darüber, dass in Brandenburg die Kanu-EM stattfindet, und haben etwas über ihre Länder erfahren. Sie haben Fahnen gemalt, alle zusammen ein großes Bild gebastelt. Ein Bus von den städtischen Verkehrsbetrieben hat die Kleinen Strolche, die Menschenskinder, die Knirpse vom Windrad und von den Roländchen eingesammelt und an den Beetzsee gebracht. Als Kita sind wir zum ersten Mal hier an der Strecke heißt es bei den Kleinen Strolchen. Und auch sonst waren viele der Kinder noch nie bei einem Kanu-Event. Ich war mal mit meiner Schwester auf dem Sportplatz, bei einem Wettkampf erinnert sich ein Mädchen. Und ein ganz Mutiger fragt: Dürfen wir nachher auch paddeln. Am Sattelplatz suchen die Erzieherinnen ihre Mannschaften. Kita-Leiterin Sylvia Maaß, die am Beetzsee oft als Regattasprecherin fungiert, lotst alle zu den richtigen Zelten, stellt den Kontakt zu den Teams her: Schweden, Griechenland, Großbritannien und natürlich Deutschland. Und dann ist es soweit: Die Kleinen Strolche holen liebevoll gebastelte Mini-Boote hervor, jedes der Kinder hat zu Hause mit den Eltern gebastelt, aus Margarinebechern und Muscheln, Holzfloße und Segelboote, für jeden Sportler eins. Die drehen die Boote hin und her, begutachten und kommentieren. Komm, ich zeig Dir mein Boot, ergreift Katrin Wagner-Augustin die Initiative, nimmt den kleinen Paul auf den Arm und verschwindet mit ihm im Zelt, ein paar Mädchen im Schlepptau. Das ist mein Boot zeigt sie dem Kleinen den pinkfarbenen Einer. Hier sitzt nur ein Sportler drin, da drüben in den Booten fahren zwei, und das große Boot, für vier, das ist noch auf dem Wasser. Und wenn Du dann schwimmen lernst, kannst Du auch Kanu fahren. Wie Erzieherin Sylke Müller, die als aktive Kanutin früher in Potsdam an der Sportschule war und heute noch mit Begeisterung Drachenboot fährt. (mb) |
Ich paddele ja schon einige Jahre, aber so eine Idee hatte noch keiner. Ich finde das total süß, eine Superidee, freut sich Olympiasiegerin Conny Waßmuth. Und mit den guten Wünschen für die verschiedenen Nationen, das ist ein ganz liebe Geste. Auf dem Sattelplatz, vor dem deutschen Zelt, hat sich ein Teil des deutschen Nationalteams zusammengefunden: Knirpse aus vier Brandenburger Kitas sind an die Regattastrecke gekommen, haben erst von der Tribüne ein paar Vorläufe verfolgt und sich dann zum zweiten Frühstück in ein Zelt zurückgezogen. Die Kinder sind ganz zappelig und aufgeregt: Gleich geht es los, gleich werden sie ihre Sportler treffen und ihnen kleine Geschenke überreichen.





